Pont de Nant nach Cabane de Demècre

Diese anspruchsvolle und herausfordernde Etappe folgt der Tour des Muverans, beginnt aber mit einer kleinen Exkursion. Direkt hinter der Auberge Pont de Nant befindet sich der sehr sehenswerte „Jardin botanique alpin La Thomasia“, unbedingt einen Blick reinwerfen. Dann geht es ins Naturschutzgebiet Vallon de Nants, wo es zunächst auf Schotterstraße, später auf schmalen Pfaden im Talgrund sanft aufwärts geht. Nach einigen Kilometern kommt dann die erste Steilstufe auf die Hochebene Les Martinets, wo man sich auf sehr schmalem Pfad in engen Serpentinen durch das dichte Gras- und Buschwerk arbeitet. Oben geht es angenehmer zunächst auf Wiesengelände, später auch mal auf Blockschutt und vor allem Schotter bis zur Passhöhe. Das ist der konditionell schwierigste Teil, ab jetzt sind Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und Bergbegeisterung gefragt. Statt die blau/alpin/schwierig markierte Diretissima bergab nach Rionda zu nehmen, führt eine regelrecht in Grat und Fels geschlagene Umgehung über den Col des Perris Blancs und die Cabane de la Tourche dorthin. An den richtigen Stellen versichert, ist es ein kleiner Vorgeschmack auf die folgende fast zweistündige Hangquerung in den Felsen der Muverans. Auch hier sind die kritischen Stellen versichert, aber praktisch jeder Tritt fordert Konzentration. Man nähert sich laufend Stellen, bei denen man sich aus der Ferne fragt, wie man da bloß rüberkommen soll. Und aus der Nähe findet man die Tritte, immer wieder. Ein tolles Erlebnis! Und dazu kommt das großartige Panorama vom Rhonetal bis zu Dents du Midi und Mont Blanc. Da fügt es sich gut, dass der letzte Anstieg zur Cabane de Demècre sehr entspannt zu gehen ist. Das ist zum Abschluss dieser Etappe genau richtig.

Hinweis zum Weg: Neben der geforderten Kondition geht es vor allem um Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Wer sich hier nicht sicher fühlt, nimmt die über die Almen führende Variante zwischen Rionda und dem letzten Anstieg zum Col de Demècre, die die Tour des Muverans bietet. Weiterhin ist auf die exzellenten und zahlreichen Markierungen zu achten, sonst geht man leicht fehl. Bei Regen ist die Strecke naturgemäß noch ein Stück anspruchsvoller, auch wenn der viele Schiefer nass immer noch griffig ist. Das muss man dann aber schon können.

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