Das waren die Worte des Wirts der Refuge de Lac de Derborence auf die Frage, ob diese Etappe bei Regen gangbar sei. War sie, aber man muss schon Matsch mögen, der sich nach drei Schritten massiv an die Sohlen klebt. Und Kalkstein, der im Unterschied zum hier zum Glück vorherrschenden Gneis (Urgestein nennt das ein geschätzter Zillertaler Bergführer) bei Nässe schnell rutschig wird. Aber da der von den Wetterdiensten und -fröschen einschließlich eben dieses Wirts zu verschiedensten Zeiten vorhergesagte Regen sich letztlich nur als anhaltender Niesel entpuppte, und da trotz steiler Passagen am Weg keine Absturzgefahr bestand, war der Tag tatsächlich kein Problem. Und ich habe auf die Busumfahrung verzichtet.
Allerdings gibt es auch nicht viel zu berichten. Auffällig waren die vielen, vielen Salamander auf dem Weg. Falls es sich bei diesen schwarzen Eidechsen denn um Salamander handelt:

Beim ersten dachte ich noch, was für ein außergewöhnliches Glück ich habe. Beim ungefähr 50ten am Ende der Etappe hatte sich die Begeisterung etwas gelegt. Komischerweise haben sich fast alle Salamander angesichts des Wanderers überhaupt nicht bewegt. Es scheint mir keine sonderlich erfolgversprechende Taktik zu sein, bei der Annährung eines riesigen überlebensgroßen Wanderschuhs einfach nichts zu tun. Und die wenigen, die die Flucht ergriffen, taten das in einer bemitleidenswerten Langsamkeit. Da hilft die Flucht auch nicht. So habe halt ich auf sie aufgepasst.
Und dann habe ich festgestellt, nicht alleine mit Regenschirm unterwegs zu sein. Auch wenn Regenschirm nach Weichei und nicht nach Globetrotterstammkunde aussieht und nicht wirklich bergstylisch ist. Regenschirm funktioniert halt. Und so hab ich mich über den kleinen türkisfarbenen Punkt auf der Hochebene vor Anzeinde gefreut.

Der Rest des wieder ziemlich kurzen Tages bestand aus Grün vor Wolken vor Grau, also so …

… oder so:

Das war’s dann schon.

Tapfer! Und die Bilder sehen trotzdem nett aus. 🙂 Bei uns auf Korsika tröpfelt es heute auch immer mal wieder – allerdings bei ca. 28 Grad gut aushaltbar … 😉